Montag, 4. Mai 2020

Termin verpennt

Liebes Jugendamt,

ihr bekommt in diesen Tagen eine Rechnung von einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie, weil ihr in dieser Praxis ein Kind, das sich in eurer Obhut befindet, als Notfall angemeldet habt, aber mit dem Kind am 5. November nicht erschienen seid. Ihr habt den Termin auch nicht abgesagt. 

Sollte diese Rechnung im Jugendamt abhanden kommen, wie sonst nur die Wahrheit: Ich weiß, welche Praxis euch die Rechnung geschickt hat.

7. November 2019 10.46 Uhr

Allerliebstes Jugendamt,

soeben erfahre ich, dass ihr noch eine Rechnung bekommt. Also: eine zweite. Weil es noch ein Kind gibt, das ihr ebenfalls in dieser Praxis angemeldet habt, ohne hinzugehen. 

7. November 2019 11.05 Uhr

Hochverehrtes Jugendamt,

bei mir hat es am 17. Juni 2013 keine 30 Minuten gedauert, bis ihr mit zwei Polizeibeamten im Schlepptau losgerast seid, um meinen Patenjungen zu suchen, der sich nach Aussagen eines Kiffers in meiner damaligen Wilhelmshavener Wohnung befunden hat. Blitzschnell drangen die beiden Polizisten mit Gewalt in meine Wohnung ein und gaben sich falsche Namen. 

Was ist denn nun mit euch los? Ihr verpennt nicht nur Arzttermine, ihr lasst die Mutter auch noch seit acht Monaten auf das für Dezember versprochene Gutachten warten. Muss man euch denn immer erst vor ein Gericht zerren? Das Wilhelmshavener Amtsgericht hat heute entschieden, dass die Mutter ihre Kinder nach einer sechswöchigen Corona-Pause endlich wiedersehen darf. Telefonieren die Kinder mit ihrer Mutter, soll kein Betreuer mehr dabei sein.

Ohne Gericht gelingen euch nur illegale Wohnungsdurchsuchungen, die der Vater meines Patenjungen 14 Tage später mir gegenüber so kommentiert hat: "Fand ich lustig. Die waren ganz versessen darauf, deine Wohnung zu durchsuchen"?

4. Mai 2020 

P. S. Ich habe mich stets um ein gutes Verhältnis zum Vater meines Patenjungen bemüht. Auch nach der Wohnungsdurchsuchung. 

Siehe auch "Staatsanwalt ermittelt"    

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