Samstag, 4. November 2023

Einschub (IV)


Seltsame Einladung zu einem Lebenshilfe-Fest

Wen betreut das verlorene Mädchen?
Hier klicken

Mail an Lebenshilfe Peine-Burgdorf
Wie kommt es zu dieser Verwechslung? Antwort der Lebenshilfe

Das verlorene Mädchen
Gut betreut am Container 

Im Hotel 
Weil die "sozialen" Dienste und das Ordnungsamt nicht antworten 

Soziale Dienste und Ordnungsamt von Burgdorf
Polizeibekannt wie der Wüterich

Diese Furie ist bei der Polizei
Ein unglaublicher Skandal

Polizei bringt Handy mit
Psychopath wird mit Schlüsselübergabe belohnt

In 60 Tagen
Nur noch ein schlechter Traum

"Wir sind nicht zuständig"
Ein schlimmer Satz

Richter und Betreuer als Diebe
24-Jähriger wird das Leben gestohlen

Feldversuch
Über den richtigen Umgang mit Psychopathen

Der Hausmeister
Montags so-mittwochs anders

Love is in the air
Der Hausmeister und die Schlossexperten

Die Anweisung/Angedrohter Polizeieinsatz
Verlorenes Mädchen soll wegbleiben

Beamter schläft sich hoch
Hausmeister erfindet Grund für ein Hausverbot, das nicht lange gilt

Zauberhaft am Abend
Wüste Beschimpfungen am Morgen

Müheloser Ersatz 
Stammt L. aus einer prominenten Familie?

Tobsuchtsanfall
Volker H. wirft Hemden auf Müllkippe/Klage eingereicht

So viele Tage noch
Dann fliege ich zurück nach Madeira

Lebenshilfe Peine-Burgdorf
Das Schweigen-oder: Schon wieder seltsames Verhalten

Wenn Volker H. anruft
Schnelle Bullen für die Alte

Stadtkasse gefüllt
46 Cent überwiesen

Altkreis-Tagebuch (69)

Diese wilde Müllkippe wächst
weiter. Jetzt liegen dort
auch meine Hemden. Foto
aus dem Juli 2023.

Klage nach Wutanfall im Gemeinschaftsraum  und Rattenfänger im Zimmer 

21. Oktober 2023. Jetzt hat Volker H. eine Klage am Hals. Ich werde sie heute Abend beim Amtsgericht Burgdorf einreichen. 

Sobald er in die Unterkunft Drei Eichen kommt, setzt er sich in den Gemeinschaftsraum, um L. "an den Haaren nach draußen zu zerren" (OT Volker H.). Die von inneren Stimmen gequälte 24-Jährige hat seit dem 26. September 2023 ein Hausverbot für den Aufgang 1 A, in dem ich wohne und wo ich sie vor Gewalttaten geschützt habe. Manchmal schlief sie deswegen auch bei mir. Ich habe das Ordnungsamt mehrfach darauf hingewiesen, dass dieses Hausverbot unberechtigt ist. Diese Auffassung teilen die meisten Heimbewohner. L. ist vom Leiter des Ordnungsamtes und vom Hausmeisters Klaus D. aus meinem Zimmer geholt worden. 

Ein Wüterich bekam Rückenwind: Vor zwei Tagen startete Volker H. wieder einen seiner Tobsuchtsanfälle. Erst beschimpfte er mich, weil ich zu Lisa halte, dann warf er zwei meiner Hemden und das Ladegerät für mein Handy aus dem rechten Fenster des Gemeinschaftsraumes. Sie landeten dort bei Nieselregen auf einer wilden Müllkippe. Ein Heimbewohner hat sie angelegt. Meine entsprechenden Hinweise wurden vom Ordnungsamt ignoriert. Die Kippe wuchs weiter. 

Meine beiden Hemden liegen immer noch auf diesem Müllhaufen, mein Ladegerät ist inzwischen wohl gestohlen worden. Ich fordere von Volker H. 130 Euro Schadenersatz.

Nach dem Rauswurf von Lisa bekam ich einen Zimmergenossen, S., der für das Hausverbot gesorgt hatte. Er soll laut Hausmeister Klaus D. von L. bedroht worden sein, eine freie Erfindung. Seit S. das Zimmer mit mir teilt, will er mir Anweisungen geben. Ich soll nicht die "Bild"-Zeitung mitbringen, ich soll mich im Zimmer nicht anziehen, weil er "meinen nackten Hintern nicht sehen" will (dabei ist der so hübsch, Anm.), ich soll kein Bier trinken und ich soll nicht rauchen. Das Rauchverbot halte ich für akzeptabel. Seinerseits verlässt S. nachts nicht gerade lautlos mehrmals sein Bett. Wann das Licht ausgemacht wird, will er bestimmen. Dazu ein Heimbewohner: "Du hast Lisa geholfen. Dafür wirst du nun bestraft." Kann man so sehen. 

Einen psychisch kranken Türken, der vorübergehend in der Unterkunft für Chaos und Gefahr gesorgt und inzwischen ein Hausverbot für das Obdachlosenheim kassiert hat, nennt S. eine Ratte (die Nazis haben Juden so verunglimpft), die Bewegung "Fridays for future" macht er verächtlich und gestern hat er auf die Erwähnung der Rede des Bundespräsidenten in den Nachrichten zum Tag der deutschen Einheit mit "Dem werde ich wohl wieder einmal ein paar böse Kommentare schreiben müssen" reagiert. Ich vermute: Der Sachse S. wählt die AfD... 

Noch 34 Tage bis zur Rückkehr nach Madeira

Noch 33 Tage bis zur Rückkehr nach Madeira und solche Fotos machen

Noch 32 Tage bis zur Fortsetzung einer lieben Geschichte 

Noch 31 Tage bis zur Rückkehr nach Madeira

Noch 29 Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira

Noch 27 Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira. Volker H., der nun erfahren hat, dass gewisse Polizeibeamtinnen aus Burgdorf lieber ein verlorenes Mädchen und mich attackieren, bevor sie ihn zu einem anständigen Verhalten anhalten, verhält sich nun entsprechend. Er bewacht den Gemeinschaftsraum nicht mehr bis 21 Uhr, gestern hat er sich dort ab 22 Uhr aufgehalten. Rechnet er tatsächlich damit, dass wir in Aufgang 1 A das Hausverbot für das verlorene Mädchen auch noch zu so später Stunde missachten? Nein, wir halten uns an die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr morgens. 

Noch 26 Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira

Noch 25 Tage-oder muss ich vorher noch in ein Burgdorfer Gefängnis?

Noch 22 Tage bis zu meiner Rückkehr ohne rüpelhaftes Verhalten 

Noch 21 Tage...

Noch 20 Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira

Noch 19 Tage-und der Europäische Menschengerichtshof?

Noch 18 Tage

Noch 17 Tage 

Hinweise von der Richterin

Noch 15 Tage. Die für das Verfahren gegen Volker H. zuständige Richterin wird mir in diesen Tagen Hinweise geben, wie es mit meiner Klage weitergehen kann, sobald ich wieder auf Madeira bin. Das ist mir heute von einem Justizangestellten mitgeteilt worden. Einen Termin für eine mündliche Verhandlung vor meinem Abflug am 7. November wird es wohl nicht mehr geben (Az. NZS 13 C 210/23).

Und was wird aus dem Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hildesheim, das "diverse Mitarbeitende der Stadtverwaltung, also von Bürgermeister Armin Pollehn (CDU), gern erfolgreich gestalten würden? Hier klicken

Noch 14 Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira

Noch 13 Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira. Zumindest einer der "diversen Mitarbeitenden" von Bürgermeister Armin Pollehn wird bereits nervös

Noch 12 Tage. Vom 31. Oktober bis zum 6. November 2023 wohne ich in einer Pension, um neue Kraft zu schöpfen. Am 6. November 2023 packe ich in der Unterkunft meine Sachen für den Flug nach Madeira. Hoffentlich lassen mich Volker H. und S. wenigstens dann in Ruhe. 

Noch 11 Tage. Heute habe ich 46 Cent an die Stadtkasse Burgdorf überwiesen, die am 7. November von meinem Konto abgebucht werden. Hier klicken 

Noch 10 Tage.

Noch 8 Tage. Ich habe heute meine Klage gegen Volker H. zurückgenommen. Die Richterin gab mir Hinweise, die mich zu diesem Schritt veranlassten. Ihren Rat, mich an die Stadt Burgdorf zu wenden, werde ich allerdings nicht befolgen. Es hätte überhaupt keinen Sinn, auf die Hausordnung für die Unterkunft Drei Eichen zu pochen.

Noch 6 Tage. Rückkehr nicht ganz ausgeschlossen

Noch 5 Tage

Keine 100 Stunden mehr. Gestern Vormittag habe ich die Unterkunft Drei Eichen besucht. Um das Hausverbot für Lisa kümmert sich dort wohl niemand mehr. Auch Hausmeister Klaus D. nicht, dem ich am Dienstag kurz vor meinem Abflug nach Madeira meine Schlüssel zurückgebe. 

Das letzte Wochenende in Hannover

Altkreis-Tagebuch (67)

 

Diese Matratze hat zur
Ausstattung meines neuen
Zimmers gehört...
Foto: Heinz-Peter Tjaden

Morgens kurz nach acht in der Obdachlosenunterkunft

18. September 2018. "L. darf diesen Aufgang nicht mehr betreten. Sie schläft oben. Das geht nicht. Ich habe Beschwerden bekommen." (Anmerkung: Beschwerden aus dem Erdgeschoss, in dem ich wohne, sind mir nicht bekannt.)

Poltert Hausmeister Klaus D. die Treppe im Treppenhaus des Aufgangs 1 A rauf und runter. Was er meint: L. hat in der vergangenen Woche zwei Nächte bei J. verbracht, der sich eigens einen Fernseher angeschafft hat, um L. anzulocken. Bisher hat sie hin und wieder im Erdgeschoss bei Rentner H. ferngesehen. Wenn ich mich mit L. unterhalten will oder sie sich mit mir, taucht J. in Minutenschnelle auf und versucht L. "vollzulabern" (O-Ton L.). Sobald ich J. weggeschickt habe, lauert er woanders auf die nächste Gelegenheit.  

Dass sie bei diesem Wunderheiler, Meisterspion, Kriegsfamilienmitglied und gequältem Ehemann in Thailand (diese Aufzählung ist unvollständig, J. ist jüngst in seiner Traum- und Wahn-Welt auch noch Professor Dr. geworden) nicht übernachten soll, ist einsichtig. Aus vielen Gründen.

Seit Freitag übernachtet das verlorene Mädchen L. wieder bei mir. An den ersten beiden Abenden hat sich die innere Stimme, die sie Eta nennt, kein einziges Mal gemeldet. L. schlummerte süß bis 10 Uhr morgens. Doch heute Nacht kehrte Eta zurück, aggressiver denn je. Damit hatte ich gerechnet.  Doch der Spuk dauerte nicht so lange wie sonst. L. und ich plauderten noch ein wenig, hörten leise Musik, auf meine Frage, welche Erinnerungen an ihre Kindheit sie habe, fiel ihr keine einzige ein. Sie legte ihre Hand in meine Hand und schlief ein. 

Als Klaus D. durch das Treppenhaus polterte, war L. übrigens immer noch in meinem Zimmer. Sie hatte alles gehört. In meinem Zimmer ist sie wahrscheinlich immer noch. Als ich dort am 1. September einzog, war ich zwei Tage damit beschäftigt, die unappetitlichen Spuren meines Vormieters zu beseitigen. Einige dieser Spuren an den Wänden werden wieder sichtbar. 

Ich habe Klaus D. inzwischen aufgefordert, mir seine Anweisung schriftlich zu geben. Wieder kam er mir mit dem Richter und dem Betreuer von L., die daran schuld seien, dass L. immer noch in der Unterkunft sei. Wie es ihr dort ergeht, habe ich oft genug geschildert. Wie wäre es damit: Die zuständigen Behörden von Burgdorf schalten die Aufsichtsbehörde ein, die der Lebenshilfe Peine-Burgdorf mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit droht, wenn sie so weitermacht wie bisher.

Niemand will es gewesen sein?

19. September 2023. Nun bekennt sich niemand aus dem ersten Stock im Aufgang 1 A  zu den Beschwerden, aus dem Rathaus bekomme ich nichts Schriftliches. Hausmeister Klaus D. schlendert durch den Garten, als sei nichts gewesen.

L. übernachtet weiter in meinem Zimmer. Von Stimmen geplagt wird sie nur noch sehr selten. Soeben hat L. von ihrem "Betreuer" einen Blitzbesuch bekommen, einkaufen, bis zum nächsten Mal, berichtete mir das verlorene Mädchen am Telefon. 

Sehr geehrter Herr Glatzel,

Abteilung Einsatz der Burgdorfer Polizei
20. September 2023

"Der Vorgang ist auch schon bei der Polizei"

Aussage von Klaus D., Hausmeister der Unterkunft Drei Eichen, als ich ihn heute kurz nach 9 Uhr angerufen habe. 

Was vorher geschah: Gegen 8 Uhr klopfte Klaus D. an meine Zimmertür, er teilte mir erneut mit, dass L. M. R., die ich in meinem blog obdachlos.info "das verlorene Mädchen" nenne, Hausverbot für den Aufgang 1 A habe. Schon beim ersten Mal hatte ich ihn aufgefordert, mir das schriftlich zu geben, da ich L. seit einiger Zeit in meinem Zimmer vor sich selbst und vor anderen schütze. Die von Klaus D. behaupteten Beschwerden von Mitbewohnern waren mir unbekannt und wurden anschließend bei Gesprächen mit mir auch von allen Mitbewohnern (bis auf einen) bestritten. Eine schriftliche Antwort bekam ich natürlich nicht-ich bekomme ja auch nur höchst selten Antworten auf meine Anträge. Und wenn ich mich über Verstöße der Stadt gegen die Hausordnung und gegen den Hygieneplan beschwere, ist das Schweigen total. 

Anschließend drohte Klaus D. mir mit dem Einsatz der Polizei, wenn L. nicht umgehend mein Zimmer verlasse. Danach warteten wir vergeblich auf die Polizei, deshalb rief ich Klaus D. an und bekam die eingangs zitierte Antwort.

Soll diese Antwort bedeuten, dass wir jederzeit mit einem Polizeieinsatz rechnen müssen? Wenn ich die Gesetze nicht kennen würde, würde ich das befürchten. Doch ich kenne die Gesetze. Sollte die Stadt Burgdorf L. gegen ihren Willen aus meinem Zimmer schaffen wollen, bedürfte es eines richterlichen Beschlusses. Gäbe es den, könnte ich die Polizeibeamten auffordern, so lange zu warten, bis mein Anwalt erscheint. 

Merkwürdigerweise habe ich gestern vom Ordnungsamt der Stadt Burgdorf eine neue Einweisungsverfügung bekommen, die bis zu meiner Abreise nach Madeira am 7. November 2023 gilt. In dieser Verfügung steht, dass mein neues Zimmer seit dem 1. September zwei (namentlich genannt werde nur ich) Bewohner hat. Ohne L. würde ich dort aber allein wohnen.

Erfindungsreiches Hausverbot/Zierliches Mädchen als Gefahr

22. September 2023. "Dann informieren Sie doch die Lebenshilfe."
Der Leiter des Ordnungsamtes E. 

"L. hat den Mieter S. aus dem ersten Stock bedroht. Deswegen hat sie Hausverbot für den Aufgang 1 A bis zum 31. Dezember 2023."

"L. kann jederzeit in eine Einrichtung. Sie ist freiwillig in der Unterkunft"
Die Betreuerin von L. 

Gestern 8 Uhr morgens: Sie kommen zu dritt, um das verlorene Mädchen L. aus meinem Zimmer zu holen. L. verkriecht sich unter der Bettdecke. Ich öffne halb angezogen die Tür.

"L. muss hier sofort raus", sagt Hausmeister Klaus D. 

Hinter ihm steht der Ordnungsamtsleiter. 

"Haben Sie meine mail von gestern gelesen? Sie brauchen eine richterlichen Beschluss", frage ich E.

"Den brauchen wir nicht. Sie sind hier in einer Notunterkunft."

Chefs gewordene Beamte, die so argumentieren, können sich nur hochgeschlafen haben. Ich kenne weder ein Grundgesetz, das in Obdachlosenheimen nicht gilt, oder dergleichen als Sozialgesetzbuch, als Strafgesetzbuch oder als Bürgerliches Gesetzbuch. 

Ich schließe die Tür wieder. L. geht erst einmal auf die Toilette. 

"L. soll sofort rauskommen", klopft Klaus D. erneut an die Tür.

"Sie ist nicht mehr im Zimmer."

L. schlüpft wieder in mein Zimmer. Ich überrede sie, den Anweisungen von D. und E. zu folgen. Sie solle auch nicht schimpfen.

"Darauf warten die nur", sage ich. "Für das Hausverbot haben die ja auch schon einen Grund erfunden."

Keine Erfindungen mit Brief und Siegel 

Trotz Aufforderung sind mir die Gründe für das Hausverbot nicht mitgeteilt worden. L. übernachtet seit Tagen bei mir, weil ich sie zumindest vor dem Heimbewohner V. schützen muss. Jetzt verstehe ich auch, warum ich nichts Schriftliches in den Händen halte. Die frei erfundene Bedrohung des rund 185 Zentimeter großen übergewichtigen Mannes aus Dresden durch die zierliche 170 Zentimeter große L. hätte sich auf Papier schlecht gemacht.

L. ist im Aufgang 1 in ihrem ursprünglichen Zimmer. Ihre Betreuerin, die für die Lebenshilfe arbeitet, nimmt L. mit zum Einkaufen. Ich fange an, das Zimmer sauber zu machen. Dazu stelle ich erst einmal einige Tüten mit Klamotten und die beiden total versifften Matratzen vor das Haus. Hausmeister Klaus D., den man sonst nie so häufig an einem Tag in und vor der Unterkunft sieht, kommt als Radler vorbei. 

"Das muss aber auch wieder ins Haus."

Das habe ich mir schon fast gedacht. Auch in Burgdorf werden viele Dinge, die man aus dem Haus holt, wieder ins Haus gebracht. Gegen Mittag mache ich eine Pause. L. und die Betreuerin sind wieder da. Die Betreuerin versichert mir, dass L. jederzeit das Obdachlosenheim verlassen könne, weil sie freiwillig in diesem Heim sei. Ich habe vom Hausmeister auch schon andere Auskünfte bekommen.  

Um 13 Uhr hören L. und ich für diesen Tag auf zu fegen und zu wischen. Zum Abschied schenkt mir L. ein Lächeln, und ich habe mich kein bisschen bedroht gefühlt. S. ist inzwischen zu meinem Mitbewohner geworden. Seine erste Anordnung: "Hier wird nicht geraucht." Beinahe hätte ich L. geholt, um ihn zu bedrohen. 

Der wahre Sachverhalt (ist dem Ordnungsamt und dem Hausmeister bekannt!)

23. September 2023. Da L. häufiger bei mir übernachtet hat, weiß ich, dass sie nachts spazieren geht, wenn sie wegen der inneren Stimmen keine Luft mehr bekommt. Dies geschah, bevor sie in meinem Zimmer übernachtete: Ich hörte um 3 Uhr morgens Schreie. Ich sprang aus dem Bett, ein anderer Hausbewohner war noch schneller als ich. L. wurde in Sicherheit gebracht. Dort donnerte Herr S. an die Tür. L. dachte, es handele sich um den Verfolger und schrie um Hilfe. Dass herr S. vor der Tür stand, konnte sie nicht wissen. Sie kann ihn also auch gar nicht bedroht haben. Bei dem Verfolger dürfte es sich um den Psychopathen handeln, der wieder einmal gewaltsam ins Haus wollte. Das Hausverbot für L. beruht also auf einem nicht vorhandenen Grund.

Hausverbot: Nur noch zwei Verbündete der Stadt Burgdorf

26. September 2023. Das Hausverbot für L. bröckelt. Tagsüber, wenn ich in Hannover bin, spaziert das verlorene Mädchen wie eh und je durch das Erdgeschoss des Aufgangs 1 A. Als ich gestern Abend in die Unterkunft kam, begrüßte ich sie im Gemeinschaftsraum, sie wünschte sich Kroketten zum Abendbrot, die ich ihr zubereitete, dann verabredeten wir uns zu einem Spiele-Abend vor dem Aufgang 1. In ihrem Zimmer mit L. spielen wollte ich nicht. Ungefähr sechs Stunden haben wir inzwischen mit der Reinigung der Dreck-Höhle verbracht. Das reicht noch nicht. 

Bevor L. den Gemeinschaftsraum wieder verließ, schoss mein neuer Zimmernachbar S., der den Grund für das Hausverbot erfunden hatte, zu L. und mir und wies mich mit hasserfülltem Blick auf das Hausverbot hin.

"Das ist aufgehoben", antwortete ich, um L. vor ihm zu schützen.

Als ich vom Spieleabend mit L. in den Aufgang 1 A zurückkehrte, saß V., der L. vor einigen Tagen wüst beschimpft hat, mit seinem neuen Zimmernachbarn im Gemeinschaftsraum. Zwischen dem nächsten Bier und dem ersten Joint warnte er mich: "Bring bloß L. nicht mit."

Wenn die Stadt Burgdorf auf das Hausverbot bestehen will, zwei Verbündete hat sie...


Sinnloser Wirbel des Ordnungsamtes

3. November 2023. Das mit viel Tamtam vom Ordnungsamt verfügte Hausverbot für L., das bis Ende 2023 gelten sollte, gilt schon jetzt nicht mehr. Auch der Hausmeister schaut weg, Lisa ist in unserem Aufgang wieder so oft zu Besuch wie früher. Ich verbringe die letzten Stunden vor meiner Rückkehr nach Madeira in einem Gästehaus in Burgdorf-Ehlershausen. 

Freitag, 3. November 2023

Altkreis-Tagebuch (70)

29 Madeira Hostel-mein 
Notebook und ein Gast
aus Kanada. Foto: Tjaden

Schon wieder so ein seltsames Verhalten der Lebenshilfe Peine-Burgdorf.

"Sie will mit." Steht auf der vorletzten Seite meiner Broschüre "ETA und das verlorene Mädchen". Gemeint ist L., die seit Jahren im Obdachlosenheim Drei Eichen lebt und mir vorige Woche erzählt hat, dass sie mit mir nach Madeira fliegen dürfe. Ihre Betreuerin Marion G. habe nichts dagegen.

Diese Mitteilung erstaunt mich, deswegen frage ich Marion G. in einer mail, ob das stimmt und erkundige mich nach den Vorstellungen der Lebenshilfe Peine-Burgdorf für diesen durchaus gewagten Schritt. Eine Antwort habe ich bis heute nicht bekommen, am Freitag meldet sich unter der Handy-Nummer der Betreuerin nur der Anrufbeantworter, auf dem ich die Bitte um einen Rückruf hinterlasse. 

Ein ähnlich seltsames Verhalten legen "diverse Mitarbeitende" der Burgdorfer Stadtverwaltung an den Tag, die mir unbedingt die Staatsanwaltschaft Hildesheim auf den Hals schicken wollen, obwohl ich in drei Wochen um diese Zeit wieder im 29 Madeira Hostel auf Madeira bin. 

Siehe auch Kommissar Internet

Als L. noch Mitarbeiterin der Lebenshilfe war

24. Oktober 2023. Nun ist eine weitere Woche ohne Reaktion der Lebenshilfe verstrichen...

3. November 2023. Noch vier Tage bis zu meiner Rückkehr nach Madeira. Von der Lebenshilfe Peine-Burgdorf höre ich nichts. 

Mittwoch, 1. November 2023

Jugendamts-Ticker

Eine Satire? Oder Realität
in Jugendämtern? Erhältlich
bei Amazon als e-book und
als Print
.

Ingolstadt
Jugendämter übers Ohr gehauen 

Beliebt seit 2013
Jugendamt Unser
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Institut für Kinder- und Jugendhilfe in Mainz
Keine Diskussion mit Jugendamt
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Ab 2028
Keine Trennung von Jugend- und Behindertenhilfe mehr
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Lange nicht aufgefallen
Immer dieselbe Diagnose von Winterhoff
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Der verschwundene Krimi
Mord und andere Fouls
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Anruf einer Mutter
Broschüren gibt es nicht mehr 
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Wilhelmshaven
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
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So, Herr Wiegand!
Was wird aus der "Tödlichen Wolke"?
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Ist etwa überall Wilhelmshaven?
Holger heißt gar nicht Hannes
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Die Übersicht



Pressemitteilung
Für Hannoversche Allgemeine, Neue Presse und Wilhelmshavener Zeitung
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Umzug nach Madeira
Die Vermögensauskunft, zu der mich ein Lügen-Polizist gezwungen hat

Wiegand ist schöner
Muss ein Polizist unbedingt Baier heißen?

Schlechte Noten bei google
Nicht organisierte Falschauskünfte
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Im Netz gefunden
Harsche Kritik am Wilhelmshavener Jugendamt
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Geschichte geht rund
Nachrichten aus einer anderen Welt
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Bücher weg
Polizist lässt Broschüre verbieten
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Die Trennung
Geschwister sehen sich seit fast sieben Jahren nicht
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Zahle man
Für Lügen der beiden Polizisten
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Im Gerichtssaal
Kriminalisierung im Namen des Oberbürgermeisters
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Kinder- und Jugendhilfesystem
Überall Mauern
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Lohengrin-Organisationen
Nie sollst du mich befragen
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Ein aktueller Fall
Wenn die Mutter Trinkerin ist
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Liebevolle Begleitung
Meiner Berichte über diesen Skandal
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Weiteres Verbot
Mit freundlicher Unterstützung des Wilhelmshavener Jugendamtes
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Ein klares Wort
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr
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Radikalisierung
Jugendämter und die Reichsbürgerbewegung
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Der 87.
Meiner Mutter zum Geburtstag
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Kritik unberechtigt
Alles in bester Ordnung
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Post von den Nationalbibliotheken
Warum ich Pflichtexemplare nicht liefern kann
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Fiktiver Kartengruß
Jugendämter schreiben einem Neunjährigen
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Staatsanwaltschaft Oldenburg
An der Wahrheit nicht interessiert
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Mail an Botschaft von Costa Rica
Informationen für Honorarkonsul
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Zweites Ministerium informiert
Warum muss ich 1 500 Euro berappen?
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Für die Wahrheitsfindung
Ein Cent an Jugendamt überwiesen
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Post von Inkassobüro
Die nächste Sauerei
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Was tun?
Hoffen auf Jugendamtsmitarbeiter Cloppenburg
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Niedersächsisches Justizministerium
Die zweite Eingabe
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Erst Wiegand-und jetzt?
Der Fragende mit wohlgeformten Brüsten
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Schon wieder
Nationalbibliotheken fordern Pflichtexemplare an
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Noch eine mail
An das Jugendamt Münster
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Protokoll einer Familienhelferin
Schluss mit der Bevormundung
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Wichtige Deckungsarbeit
Bei 96 und beim Jugendamt
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Naive Krimi-Autoren
Durchsuchungsbeschluss muss sein?
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Langer Dienstweg
Sechs Monate bis Oldenburg
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Offene mail
Bogen um WHV machen
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Keine Ermittlungen nie
Verarscht, rechts raustreten
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Nicht ärgern mit Nina Hagen
Kein Farbfilm vergessen
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Klageschrift (Entwurf)
Polizist soll Schadenersatz leisten
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Blick in die Statistik
Fast 11 000 oder 1 500 Mal?
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Bitburg-Prüm
Ist inzwischen überall?
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Durchschnittsnote noch schlechter
"Passt zum Ruf der Stadt"
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Impressum

Blick in meinen Flur nach
dem Einbruch
von zwei Polizeibeamten mit
falschen Namen im Auftrag
des Wilhelmshavener
Jugendamtes.
Siehe Pressemitteilung

Verantwortlich für diesen Jugendamts-blog

Heinz-Peter Tjaden
Caminho do Arieiro de Baixo 5
Sao Martinho 9000-229 Funchal
Madeira/Portugal
heinzpetertjaden03@gmail.com
Zurzeit Drei Eichen 1 A
31303 Burgdorf







Ab 7. November 2023

Samstag, 21. Oktober 2023

Altkreis-Tagebuch (71)

Wenn Volker H. anruft, ist
die Burgdorfer Polizei
genauso schnell.
Mehr zum Foto

Schnelle Bullen für die Alte

"Raus mit der Alten. Die hat hier nichts zu suchen. Sonst rufe ich die Bullen." Mit diesen Worten und mit lautem Hämmern gegen die Zimmertür von J. im ersten Stock des Aufganges 1 A der Obdachlosenunterkunft Drei Eichen hat Volker H. ("der Cowboy") für den nächsten Polizeieinsatz gesorgt. Mit der "Alten" meinte er die 24-jährige L. aus dem Aufgang 1, die bei J. vor dem Fernseher saß, als Borussia Dortmund gegen Werder Bremen mit 1 : 0 in Führung gegangen war. Die Bullen kamen sogleich. Da auch mir so etwas passieren kann, habe ich dem Einsatzleiter der Polizei die folgende mail geschickt:

Sehr geehrter Herr Glatzel, nach dem gestrigen Polizeieinsatz teile ich Ihnen mit, dass vier andere Mieter des Aufganges 1 A L. M. R. ebenfalls als Gast empfangen hätten. Da weder Ruhestörung noch Gefahr im Verzuge der Anlass war, da L. M. R. lediglich wegen eines Hausverbots für den Aufgang 1 A aus dem Zimmer von J. geholt wurde, verrate ich Ihnen jetzt schon, wie ich diesen Rauswurf verhindert hätte. Mit der Bitte, mir einen Durchsuchungsbeschluss vorzuweisen, ausgestellt von einer Richterin oder einem Richter. Der wäre erforderlich. 

Seit wann die Burgdorfer Polizei dazu neigt, auf einen Anruf so zu reagieren wie gestern geschehen, weiß ich nicht. Die mir bekannten Begründungen für das am 13. September 2023 erlassene Hausverbot lauten: Sie übernachtet bei J. im ersten Stock. Sie hat den Mieter S. bedroht. 

Einmal davon abgesehen, dass L. M. R. auch schon bei mir und bei einem weiteren Mieter übernachtet hat, gibt es weitere Gründe für die Nichtigkeit des Hausverbotes. S. hat die Bedrohung frei erfunden, das müsste auch dem Ordnungsamt inzwischen klar sein, denn S. weist inzwischen immer mehr Anzeichen von Wahnvorstellungen auf. L. M. R. übernachtete bei J. nach einer Flucht vor einem Psychopathen, der sich um 3 Uhr morgens vor der Unterkunft herum trieb. Ich hörte die Hilferufe von L. M. R. zu spät, J. reagierte gerade noch rechtzeitig. Kaum war L. M. R. in Sicherheit, hämmerte S. mit den Fäusten gegen die Zimmertür von J. In den folgenden Nächten war L. M. R. bei mir zu Gast. 

Lesetipp: "Eta und das verlorene Mädchen" 

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Altkreis-Tagebuch (68)

G. gibt den Mathematiker/Tobsuchtsanfall von Eta

25. September 2023. Nach zauberhaften Momenten mit dem verlorenen Mädchen L. und einer weiteren Putz-Aktion in ihrem Zimmer am gestrigen Abend bin ich heute Morgen von L. so wüst beschimpft worden wie noch nie. Eta, die innere Stimme, die dieses Mädchen plagt (oder doch für sie verlockend wirkt?), fiel über mich her, als ich L. einen guten Morgen wünschen wollte. 

"Arschloch", schrie Eta. Oder L.? Dass der Hausmeister nebenan in seinem Büro saß, störte weder L. noch Eta. Die beiden schrien auch noch, als ich längst den Aufgang 1 wieder verlassen hatte. 

Ich habe beschlossen, das was ich weiß oder ahne, in einer Broschüre mit dem Titel "Eta und das verlorene Mädchen" zu veröffentlichen. Vorbestellungen sind jetzt schon bei Amazon möglich.

Amüsant fand ich dagegen heute Morgen den Auftritt unseres polnischen Mitbewohners Herrn G., der mich um 11 Cent bat. Da ich seinen Wunsch nicht sofort verstand, gab G. den Mathematiker. 

"Ich habe noch 79 Cent und bekomme noch Pfand für 50 Cent. Zwei Dosen Bier kosten 1,40 Euro."

Ich gab ihm 20 Cent. 

26. September 2023. Nun ist erst einmal wieder alles gut. L. hat sich sehr darüber gefreut, dass ich ihr nicht böse bin. Warum sollte ich? Sie leidet sehr unter einer Krankheit, die derzeit von Behörden noch schlimmer gemacht wird. Siehe Hausverbot

Aus prominenter Familie?

28. September 2023. Das e-book und das Taschenbuch "Eta und das verlorene Mädchen" erscheinen in diesen Minuten bei Amazon. Meine Broschüre endet mit einer These, die mit wenigen Annahmen auskommt. Solche Thesen sind meistens die richtigen. Sie lautet: L. stammt aus einer prominenten Familie, die auch in der Lage ist, teure Anschaffungen zu finanzieren. Denn: Was L. wegwirft oder zerstört, kann von der Lebenshilfe Peine-Burgdorf mühelos ersetzt werden. In dieser Woche ist sie neu eingekleidet worden, auch ein Smartphone bekam sie. Hier klicken

Üble Typen mit Burgdorf in einem Boot

2. Oktober 2023. Bei Facebook habe ich einen Hilferuf gestartet, um mehr über das verlorene Mädchen zu erfahren, das nach dem unbegründeten Hausverbot für sie und den Aufgang 1 A  von zwei Typen immer mehr terrorisiert wird. Hier klicken Diese beiden üblen Typen meinen, dass sie im Sinne des Ordnungsamtes und der sozialen Dienste von Burgdorf handeln.

Flugblatt "Eta und das verlorene Mädchen"

Dreifache Überweisung

11. Oktober 2023. Das sind die Gesten, die Mut machen. Ex-Bürgermeister Alfred Baxmann hat für meine Broschüre "Eta und das verlorene Mädchen" das Dreifache des Buchpreises auf mein Sparkassen-Konto überwiesen. Meine Schlussfolgerung überzeugt derweil immer mehr Leserinnen und Leser, zumal die Lebenshilfe, die am 13. September 2023 versprochen hat, für das verlorene Mädchen eine neue Bleibe zu suchen, offenbar gar nicht daran denkt, dieses Versprechen zu halten. Statt dessen bekommt L. bei jedem Einkaufsbummel Geschenke, bei denen ich mir nicht vorstellen kann, dass sie von der Lebenshilfe allein finanziert werden. Ihr sich ganz nebenbei vermehrendes Taschengeld hebe ich für L. auf. Sie hat mich darum gebeten. 


Freitag, 15. September 2023

Altkreis-Tagebuch (66)

Haustür mit neuem Schloss.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 

Love is in the air

Kurz nach acht taucht Hausmeister Klaus D. mit Schlossexperten aus dem Rathaus in der Unterkunft Drei Eichen auf, zuerst wird das Schloss der Haustür ausgetauscht, die Anwesenden bekommen neue Schlüssel. Dann bittet der Hausmeister auf höchst charmante Weise das verlorene Mädchen aus dem Zimmer, in dem sie nachts Zuflucht gesucht hat: "Raus aus dem Zimmer." Auch das Schloss des Zimmers, in dem der Psychopath gewohnt hat, wird ausgetauscht.

"Es bleibt erst einmal alles beim Alten. Die Haustür wird Tag und Nacht geschlossen gehalten", sagt Klaus D. Mehr nicht. Ob der Psychopath jemals wieder in die Unterkunft darf, hätte uns durchaus interessiert. 

"Nun herrscht am Wochenende erst einmal Ruhe", hofft Rentner Helmut (79), für den ich wieder eine "Bild"-Zeitung mitbringen soll. 

Bedauern wird, was heute Morgen geschehen ist, der schlagfertige Mitbewohner V., den alle den "Cowboy" nennen. Er hätte sich so gern mit dem Psychopathen geprügelt. Zweimal lauerte er ihm schon im Gemeinschaftsraum auf-vergeblich, ich schwinge den Besen, bevor ich nach Hannover fahre. Wischen werde ich heute Abend.

Donnerstag, 14. September 2023

Altkreis-Tagebuch (65)

Erschienen bei
Amazon.

Montags so-mittwochs anders: Hausmeister Klaus D. 

Montag gegen 8 Uhr hat Hausmeister Klaus D. dem Psychopathen mit Rauswurf gedroht, wenn er weiterhin die anderen Heimbewohner belästigt, verfolgt und bedroht. "Dann mache ich von meinem Hausrecht Gebrauch", sagte er in meinem Beisein. 

Danach verfolgte mich der Psychopath bis zur Wäscheleine, an der ich meine T-Shirts aufhängte. Abends berichtete mir Herr G. aus Polen, der mit einem Rumänen ein Zimmer teilt, der Psychopath sei in das Zimmer gekommen, habe sich zu G. auf das Bett gesetzt und merkwürdige Laute von sich gegeben. 

Heute Morgen behauptete Hausmeister Klaus D., er dürfe niemanden aus der Unterkunft Drei Eichen werfen. Der Psychopath bekomme ein anderes Zimmer im ersten Stock des Aufgangs 1 A. Das liegt neben dem Zimmer, in dem V. wohnt, der kürzlich das verlorene Mädchen L. beschimpft hat, und der auch schon einen Heimbewohner niederschlug. Wenn V. betrunken ist, kann er unberechenbar werden. 

Bevor ich zur Bushaltestelle ging, um nach Hannover zu fahren, tauchte eine Betreuerin des verlorenen Mädchens auf, die ihren Angaben zufolge noch nicht lange für die Lebenshilfe in Burgdorf arbeitet. Sie versprach mir, dass man sich für L. nach einer anderen Unterbringungsmöglichkeit umsehe. "Wir bemühen uns", sagte sie. 

Wie hoffentlich auch die Staatsanwaltschaft Hildesheim, der ein Strafantrag von mir vorliegt, den ich gern mündlich noch ausführlich erläutere. 

L. saß auf den Stufen vor unserem Aufgang, als ich mit der neuen Mitarbeiterin der Lebenshilfe sprach. Jeder Blick war ein Hilferuf. 

13.10 Uhr. Die Personalabteilung der Burgdorfer Polizei hat mir soeben mitgeteilt, dass der Revierleiter meinen Online-Strafantrag zur weiteren Bearbeitung an die Einsatz-Abteilung weitergeleitet hat. Man werde sich wieder bei mir melden, sobald die internen Befragungen abgeschlossen sind. 

14.05 Uhr. Ich habe soeben beim Ordnungsamt den Antrag gestellt, das Zimmer, das ich seit dem 1. September 2023 ohne die üblichen Formalitäten habe, weiterhin allein nutzen zu dürfen, um dem verlorenen Mädchen jederzeit Schutz anbieten zu können. 

Wieder ein Polizeieinsatz

14. September 2023. Der Psychopath hat heute Nacht einen weiteren Polizeieinsatz ausgelöst. Es war hoffentlich der Letzte. In meinem Zimmer wohne ich wohl weiter allein. 

Dienstag, 12. September 2023

Altkreis-Tagebuch (64)

Über den richtigen Umgang mit Psychopathen

Kein Mitgefühl, kein soziales Verantwortungsgefühl, kein Gewissen: Fertig ist der Psychopath. Für den Umgang mit solchen gestörten Persönlichkeiten entwickeln derzeit das Ordnungsamt und die sozialen Dienste der Kleinstadt Burgdorf eine sensationelle Handlungsanweisung im zudem großen Stil. 

Ort der Feldstudie: Obdachlosenheim Drei Eichen in Burgdorf

Personenkreis: Heimbewohner, Psychopath, Hausmeister

Erster Versuch: Bei diesem Versuch geht es darum, den Psychopathen zu stärken und die Heimbewohner und den Hausmeister zu schwächen. Einen nicht zu unterschätzenden Handlungsspielraum hat dabei der Hausmeister, der sich nicht nur häufiger auf dem Versuchsfeld tummelt als beispielsweise der Bürgermeister, der Sozialdezernent, die Abteilungsleiter der sozialen Dienste und des Ordnungsamtes der Kleinstadt, sondern sich deswegen auch schaden kann wie kein anderer. 

Erster Schritt: Der Hausmeister und der Psychopath richten gemeinsam ein Zimmer für den Psychopathen ein. Wichtig ist die Lage des Zimmers. Empfohlen wird eine zentrale Lage, da Ereignisse an der Peripherie leicht in ihrer Wirkung verpuffen können. Selbsterlebtes ist nachhaltiger als Hörensagen. 

Hausmeister und Psychopath verlassen vorübergehend die Szene. Der Hausmeister hinterlässt vage Andeutungen über die Gefährlichkeit des neuen Heimbewohners. Auf diese Weise werden bei den Heimbewohnern Unsicherheit, bange Erwartung und innere Ablehnung geweckt, die wichtig sind für den angestrebten Triumph des Psychopathen. 

Zweiter Schritt: Im Zimmer tut sich tagelang nur dies: In einer Einkaufstüte, die Psychopath und Hausmeister in dem Zimmer aufbewahren, vergammeln Lebensmittel. Der Geruch soll die Heimbewohner daran erinnern, dass ihnen noch so einiges bevorsteht. Er führt aber auch dazu, dass der Hausmeister nie wieder eine Autorität bei Fragen der Sauberkeit und Ordnung sein wird. Dieser Effekt ist durchaus gewollt, denn letzten Endes muss auch der Hausmeister geschwächt werden. Dazu kann er selbst noch viel mehr beitragen, was noch zu beweisen ist. 

Einschub: In diesem Stadium muss den Heimbewohnern immer wieder bewusst gemacht werden, dass sie das schwächste Glied sein werden. Begriffe wie "Einweisungsverfügung", "Notunterkunft" und "Aufwandsentschädigung" haben sich bewährt. 

Dritter Schritt: Der Psychopath taucht unerwartet auf, hinterlässt unübersehbare Spuren seiner Anwesenheit und verschwindet wieder. Weitere Tage vergehen. Das Ordnungsamt teilt dem Psychopathen mit, dass er sich melden solle, sonst müsse er am 4. September 2023 die Schlüssel wieder abgeben. Das wirkt. Um zu zeigen, wer das Sagen hat, kehrt er am 5. September 2023 zurück und bewacht, was er für sein Reich hält. Dieses Reich dehnt er aus. Zugute kommt ihm dabei, dass er diese Ausdehnung von einem zentralen Punkt aus bewerkstelligen kann. Wir lernen also, wie wichtig Standorte sein können. 

Vierter Schritt: Der Hausmeister schaltet sich ein. Er zitiert den Psychopathen in sein Büro, doch der bewacht lieber sein Reich. Der Hausmeister geht in Wartestellung, kann in ihr aber nicht verharren, weil sich ein Heimbewohner beschwert. Der Hausmeister sucht die Konfrontation mit dem Psychopathen und kündigt an, dass der Psychopath nach dem Wochenende ein neues Zimmer bekommt oder verschwinden muss. Nun muss der Psychopath alle Kräfte mobilisieren. Er terrorisiert die Heimbewohner auch nachts. 

Fünfter Schritt: Der Triumph des Psychopathen wird perfekt. Er muss nach dem Wochenende kein neues Zimmer beziehen. Gehen muss er schon lange nicht. Der Hausmeister verkündet gegenüber den Heimbewohnern nicht nachvollziehbare Gründe für neue Zimmerbelegungen, der Psychopath glänzt so lange mit Abwesenheit, um 23 Uhr macht er aus seinem Reich eine Disco, Heimbewohner, die am nächsten Morgen das Haus verlassen, ohne zu wissen, wo sie in der nächsten Nacht schlafen werden, begleitet der Psychopath, bis sie weit genug weg sind. Den Hausmeister muss er nicht fürchten, Psychopathen fürchten nie etwas. Ein Heim, ein Psychopath, ein Triumphator. 

Montag, 11. September 2023

Altkreis-Tagebuch (63)

Und L. soll sich gar nicht
zurechtfinden?
Lebenshilfe und Richter stehlen 24-Jähriger das Leben

Heute Morgen hat Hausmeister Klaus D. zum ersten Mal aus seinem Herzen keine Mördergrube gemacht. Zuerst fragte er mich, ob der Psychopath in der Unterkunft sei. Das verneinte ich. Er sei bisher nach einer neuerlichen Bedrohung meiner Person noch nicht wieder aufgetaucht. Ärger mache dagegen J. (Meisterspion, Wunderheiler, Agent für viele Organisationen, Adliger und neuerdings auch Professor Dr.), der sich nicht an die Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens halte.

"Um Mitternacht hat er noch mit L. geduscht", berichtete ich ihm.

Danach hat er offenbar das verlorene Mädchen L. nicht bis zu ihrem Aufgang begleitet, um sich davon zu überzeugen, dass die Haustür von Aufgang Drei Eichen 1 offen ist, denn gegen 3 Uhr morgens weckte mich ihr Geschrei auf der Straße. Bevor ich reagieren konnte, hörte ich Schritte im Treppenhaus. J. ließ L. herein und nahm sie mit auf sein Zimmer. Dort schrie sie an, dann herrschte wieder Stille. 

Seit vorgestern schwankt das verlorene Mädchen erneut zwischen Wut und Resignation. Bei einem zweiten Gespräch hat mir Klaus D. berichtet, dass schon viele wie ich versucht hätten, L. zu helfen. J. gehört bestimmt nicht dazu. 

"Doch dann wird wieder alles kaputt gemacht. Ich mache diesen Job schon seit 15 Jahren."

Zu den Zerstörern gehören derzeit eine ruppige Polizistin aus Burgdorf und der Mitbewohner V., der sich derzeit kleinlaut gibt. 

L. sei inzwischen 24, sie gehöre wie viele andere nicht in die Unterkunft Drei Eichen, doch jeder Versuch, das zu ändern, scheitere entweder an einem Richter oder an dem Betreuer, der bei der Lebenshilfe Peine-Burgdorf arbeite. 

"Sie wird um ihr Leben betrogen", stellten wir gemeinsam fest.  

 

Samstag, 9. September 2023

Altkreis-Tagebuch (62)

 

So nimm denn meine Hände...

"Wir sind nicht zuständig."

Diesen Satz von J. U. aus der Tageswohnung der Diakonie kann ich nicht mehr hören. So reagiert man vielleicht auch nur, wenn sich der Chef seit 2000 Jahren nicht mehr meldet. Laut Bibel hat er damals seinen Sohn auf die Erde geschickt, um seinen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen zu verkünden, dass alles, was den Geringsten getan werde, ihm getan werde. 

Bevor dieser bemerkenswerte Mann hingerichtet wurde, sprang nur die Frau des Statthalters Pontius Pilatus für ihn in die Bresche. Sie habe sich umgehört und nichts Schlechtes erfahren, sagte sie laut Bibel zu ihrem Mann, der daraufhin seine Hände in Unschuld wusch und der Ungerechtigkeit seinen Lauf ließ. Später behauptete eine Kirche, die immer mächtiger wurde, sie könne sich auf einen der Jünger des Ermordeten berufe, dem von dem unschuldig gekreuzigten Mann eine besondere Rolle zugewiesen worden sein soll. Das steht allerdings nirgendwo in der Bibel. Außerdem war es nicht Petrus, sondern ein angeblich Spätberufener mit Namen Saulus, der sich Ämter für eine Organisation ausdachte und so den Samen für viele Übel legte

Von anderen Mitarbeiterinnen der Tageswohnung habe ich diesen Satz allerdings noch nicht gehört. Seit gestern gilt - wie berichtet - für einen Psychopathen in der Unterkunft, dass er sich nur noch einen Ausrutscher erlauben darf. Sollte das geschehen, muss I. laut Hausmeister seine Schlüssel wieder abgeben, die er allerdings nie hätte bekommen dürfen, zumal die Polizei und Hausmeister Klaus D. wissen, wie gefährlich er werden kann. Die Polizei hat auch keinerlei Verständnis für die Unterbringung von I. in der Unterkunft. 

Wie er heute Nacht ohne den vergessenen oder nicht ausgehändigten Haustürschlüssel ins Haus gekommen ist, kann ich mir nicht erklären. Kurz vor Mitternacht weckte mich mein polnischer Nachbar, weil sein Zimmerkollege einen Krampfanfall hatte. Ich alarmierte das Deutsche Rote Kreuz, das erstaunlich schnell da war. Der Zimmerkollege des Polen wurde untersucht. In Lebensgefahr schwebte er nicht. 

"Sie müssen sich keine Sorgen machen", sagte einer der Sanitäter zu mir. 

Zu jener Zeit war der Psychopath noch nicht in der Unterkunft und seit 22 Uhr hätte er das Haus ohne Haustürschlüssel auch nicht mehr betreten dürfen. Von 22 bis 6 Uhr hat Nachtruhe zu herrschen. So steht es in der Hausordnung. Als ich heute Morgen mein Zimmer verließ, saß der Psychopath bei offener Tür im Gemeinschaftsraum. Er schwang seine Fäuste und knallte seine Faust auf den Tisch. Ich verließ das Haus und sprach Hausmeister Klaus D. auf seinen Anrufbeantworter. Am meisten Angst habe ich um das verlorene Mädchen, das gar nicht in der Lage ist, die Gefahr einzuschätzen, die es im Obdachlosenheim erst gibt, seit das Ordnungsamt und die sozialen Dienste von Burgdorf daraus eine psychiatrische Klinik gemacht haben. 

"Die müssen doch einen Notdienst haben", meinte vor gut einer Woche ein Polizeibeamter mir gegenüber, der wegen eines Diebstahls mit einer Kollegin in der Unterkunft war.