Montag, 18. Februar 2019

Sprachlos

Abends ein beliebter Treffpunkt.
Foto: Heinz-Peter Tjaden 












Grüße einer ehemaligen Jugendamtsmitarbeiterin

Ich wohne zum zweiten Mal in einem Hostel in Funchal auf Madeira. Das erste Mal im Dezember, nun bis zum 21. Februar. Besonders abends kommt es zu interessanten Begegnungen und Gesprächen im Innenhof des Hostels. Manche schweigen aber auch. Habe ich gestern erfahren.

Im Dezember verfolgte eine ältere Dame schweigend die Gespräche, die ich mit einem Mann aus Düsseldorf führte. Dabei ging es auch um Jugendämter, denn mein Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" hatte die Aufmerksamkeit einiger Gäste geweckt. Diese Broschüre stiftete ich der Bibliothek des Hostels. 

Ein Bekannter dieser Dame heißt Felix, der inzwischen zum Inventar des Hostels gehört. Er hat mir gestern Grüße von dieser Dame bestellt. Diesem Gruß fügte dieser Dauergast aus Aachen die Bemerkung an: "Als du wieder abgereist warst, haben wir deinen Krimi gelesen." Seine Bekannte sei sprachlos gewesen, denn sie sei 40 Jahre lang Mitarbeiterin eines Jugendamtes gewesen. Dazu Felix: "Wir fragen uns, wie man diese Missstände beheben kann."

"Das fragen sich viele", antwortete ich. "Doch es wird schwer. Denn ich weiß inzwischen, dass Jugendämter dreist lügen." Als Beispiel nannte ich das Jugendamt von Wilhelmshaven, das mich vor Gericht im Namen des Oberbürgermeisters als Stalker einer Jugendamtsmitarbeiterin verleumdet hat, um ihre Aussage zu verhindern: "Mit dieser Mitarbeiterin habe ich nie gesprochen. Und die Mitarbeiter, die ich kannte, reagierten nie auf diese Ungeheuerlichkeit. Meine Fragen blieben ohne Antwort."

Beendet hat Felix dieses Gespräch mit der Frage, ob mich solche Erlebnisse negativ beeinflussen. Meine Antwort: "Nein. Anständige Menschen weiß ich danach immer noch mehr zu schätzen als vorher."

Der Klick zu meinem Krimi  

Auch als e-book erhältlich



Freitag, 1. Februar 2019

Passt zur Stadt

Verfall an der Jade. 
Jugendamt so schlecht wie Netto-Markt

Seit vier Tagen sind es 14 google-Rezensionen, die Durchschnittsnote für das Wilhelmshavener Jugendamt wird noch schlechter. Jemand, der sich Roman Weber nennt, schreibt: "Einfach nur schlecht. Arbeitszeiten eine Frechheit, Falschaussagen und versuchen immer, einen auf die teuerste Leistung zu drücken. Passt ja zum Ruf der Stadt!"

Roman Weber bewertet in seinen Rezensionen nicht alles schlecht. Das "Casa Grande" in der Gökerstraße mag er, sein Urlaub in Südafrika hat ihm gefallen. Den Netto-Markt in der Zedeliusstraße bewertet er allerdings genauso schlecht wie das Wilhelmshavener Jugendamt. 


Samstag, 26. Januar 2019

Erfundene Fälle

Landgericht Trier: Hier wundert sich
gerade ein Jugendamtsmitarbeiter.
Betrug leicht gemacht

Bitburg-Prüm ist nicht nur in der Eifel. Vor dem Landgericht in Trier wundert sich gerade ein Jugendamtsmitarbeiter darüber, dass er unbehelligt in zwölf Jahren 1,5 Millionen Euro beiseite schaffen konnte. Er erfand Pflegefamilien, die Überweisungen genehmigte sein Vorgesetzter. Auch in Hamburg geschah ähnliches, in Nordrhein-Westfalen ebenfalls. Immer mehr Fälle werden bekannt. Wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand.

Diese Fälle gehen natürlich auch in die Statistik ein. Jedes Jahr steigt die Zahl der Kindesentzüge. Muss man angeblich sagen? Wenn man wüsste, wie viele Fälle erfunden sind und die abziehen würde, gäbe es dann gar keine Steigerung?

Die Zahlen, die Jugendämter der Öffentlichkeit präsentieren, kontrolliert kaum jemand. Obwohl die Zahlen oft seltsam sind. Wie lange eigentlich wollen die Jugendhilfeausschüsse noch nicken, wenn Jugendamtsleiter in Ausschusssitzungen über ihre Arbeit berichten? Wird in diesen Ausschüssen eigentlich zur Kenntnis genommen, was beispielsweise die FDP bei kleinen Anfragen im Bundestag herausfindet? Warum entziehen die Jugendämter in Hamburg Kinder länger als in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern?

Dieser blog kommt inzwischen auf über 30 000 Seitenaufrufe. Kein Lokalpolitiker hat die hier verbreiteten Informationen zu einer Anfrage genutzt. Fakt ist: Zwei Kinder sind im September 2009 getrennt worden. Der Junge möchte seine Schwester sehen. Mit ihr zusammenleben. Kümmert das jemanden? 

Wie unverschämt ist eigentlich eine Fachbereichsleiterin, die mir nach zwei Gesprächen mit dem Jugendamt und nach mehreren Gesprächen mit dem Familienzentrum in Wilhelmshaven-Fedderwardergroden per mail mitteilt, sie verrate mir nichts mehr? Und das nach einer vom Jugendamt organisierten Durchsuchung meiner Wohnung mit zwei Polizeibeamten, die sich falsche Namen gaben und das Gericht belogen? 

Statt dessen behauptete das Jugendamt vor Gericht, ich hätte fast die Arbeit dieser Behörde lahm gelegt und durfte sich dabei hinter dem Oberbürgermeister verstecken. Und nun? Will der Chef Oberbürgermeister werden. Geht es noch?

Der Wilhelmshavener Fall in aller Kürze